Flugtaxis, KI-Euphorie und das „Museum“ Europa: Eine Reise durch Asien

Shownotes

Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes reist derzeit durch die Innovationszentren Asiens und erlebt dort eine Begeisterung für technologischen Fortschritt, die in Europa oft unterschätzt wird. In der neuen Folge berichtet er von seinem Flug im autonomen Flugtaxi, von Gesprächen mit Gründern, Investorinnen und Konzernen – und von einer Stimmung, die sich fundamental von der in Deutschland unterscheidet. „Die Stimmung, die ich hier spüre, ist die totale Begeisterung an Technologie, an Innovationen und an dem, was die Zukunft so bringt. Und das ist schon ein ziemlicher Kontrast zu dem, was wir gerade in Europa erleben“, sagt Matthes.

Gemeinsam mit Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel blickt er auf die neue Innovationskraft Asiens und auf die unterschiedlichen Wege, mit denen Indien und China ihre Technologie-Ökosysteme aufbauen. Für viele Chinesen, so Matthes, sei Europa nur noch ein „Museum“, während sie selbst im Labor der Zukunft arbeiteten.

Im Mittelpunkt steht zunächst Bangalore, das Herz der indischen Tech-Industrie. Matthes beschreibt eine Stadt voller Talent und Widersprüche: Globale Forschungszentren treffen auf eine Infrastruktur, die mit dem Wachstum kaum Schritt hält. „So sehr sich diese Stadt in den letzten Jahren entwickelt hat – sie hat Unicorns am laufenden Band produziert –, aber die Infrastruktur hält mit dieser Entwicklung nicht stand“, so Matthes. Meckel lenkt den Blick dabei auf die tieferen Muster solcher Ökosysteme: auf die Rolle von Universitäten, auf kulturelle Prägungen und auf die Frage, was geschieht, wenn Künstliche Intelligenz genau jene Arbeit verändert, durch die ein Standort groß geworden ist.

Im zweiten Teil der Folge geht es nach China – nach Guangzhou als industrielles Rückgrat und nach Shenzhen als vielleicht radikalstes Innovationsökosystem der Gegenwart. Dort wird sichtbar, wie eng Industrie, Software und staatliche Strategie verzahnt sind.


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