Bauplan für ein neues Wirtschaftswunder, Reformkrise und was exponentielle Technologie mit Menschen macht

Shownotes

Nach dem Spitzentreffen im Kanzleramt inszenieren SPD und Union den Koalitionsfrieden. Publizistin Miriam Meckel findet diese „Metapolitik“, die sich mit sich selbst statt mit dem Land beschäftigt, zum „Haareraufen“.

Dabei sei klar, welche Reformen das Land brauche, sagt Sebastian Matthes. Der Handelsblatt-Chefredakteur erklärt, was Deutschland von den großen Tech-Clustern dieser Welt lernen kann – und was mit dem 80-jährigen Jubiläum vom Handelsblatt zu tun hat.

Zum Schluss sprechen Meckel und Matthes über das Gefühl der Überforderung. „Was in unserer Welt verloren geht, sind die Freiräume, um Argumente zu durchdenken, statt schnell zu urteilen“, sagt Sebastian Matthes. Die Welt beschleunigt sich, KI soll Zeit einsparen – und trotzdem haben alle zu wenig davon. Warum? Und weshalb interessiert sich Miriam Meckel plötzlich für vedische Astrologie? Das und mehr hören Sie in der aktuellen Folge „Meckel & Matthes“.


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Transkript anzeigen

00:00:00: Und dann hast du mir von einer Frau erzählt, die wedische Astrologie macht.

00:00:07: Da war ich mir gar nicht mehr so sicher.

00:00:08: was war das eigentlich für eine Veranstaltung

00:00:10: und

00:00:10: was ist eigentlich los mit dir?

00:00:16: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Meckel & Mattis!

00:00:19: Ich bin Sebastian Mattis...

00:00:21: ...und ich bin Miria Meckel....

00:00:23: ...und hat geklappt beim Auswändig-Lernen letzte Woche.

00:00:25: Ach du meinst, ah die Konferenz und der Auftritt.

00:00:27: Ja das hat geklappt tatsächlich!

00:00:29: Aber oh wow es war wirklich ein bisschen auffallend.

00:00:31: In Athen war das oder?

00:00:34: Und zwar ein sehr schöner Auftritt.

00:00:35: dann, so abends im Maria Callas Theater.

00:00:38: Das ist das Theater wo Maria Callaz das erste Mal aufgetreten ist und auch oft getreten ist.

00:00:43: Ein richtig schönes altes Theater.

00:00:45: aber wenn du rauskommst und da sitzen tausend Leute und du denkst, fünfzehn Minuten müssen

00:00:50: jetzt funktionieren... Worauf habe ich mich hier eingelassen?

00:00:53: Ich hatte dann doch etwas Herzklopfen muss ich sagen.

00:00:56: Aber es hat gut geklappt!

00:00:57: Wie war der erste Satz?

00:01:04: His name was Galileo and the idea is this.

00:01:06: Und dann entwickelt sich die Idee und es geht eben darum, dass wir eigentlich die letzten hundert Jahre über die Aufklärung die berechenbare Welt als Fortschrittsmodus gefunden haben.

00:01:16: Kern der Aufklärungen benutze deinen Verstand und das ist auch ganz tolles Heute vielleicht in anderen Modus brauchen, unsere Gefühle und unser inneres Leben.

00:01:27: Das was man eben nicht beschreiben kann die Anspeakable World wieder zu entdecken.

00:01:31: Und das war dann mit Musik dazu oder so?

00:01:33: Ja das habe ich

00:01:34: mit Pierre Steingacke zusammen gemacht und die sind ja toll und spielt auch toll Klavier und wir haben ein bisschen mit Musik angefangen.

00:01:40: Dann haben wir eine doppelte Rezitation gemacht und dann ist sie wieder ans Klavier gegangen und ich hab noch einen Endstück.

00:01:48: Manche haben gesagt es ist Sprechgesang.

00:01:49: Ich würde sagen es war einfach eher Rezitation gemacht um das Ganze so

00:01:53: dann

00:01:53: manifest zusammenzubringen.

00:01:55: Es war eine andere Musiksorte, es war eher klassische Musik die dann auf die Ode und auf die Freude endete.

00:02:02: Wo warst du denn die Woche?

00:02:03: Ich war letzte Woche in München bei dieser Preisverleihung, bei der Gala... Das hat alles geklappt!

00:02:10: Die

00:02:10: richtigen Preisträger.

00:02:11: Richtigem Preisträger, auch weil ich meine Ordnationskarten gehabt habe.

00:02:15: Von daraus bin ich dann weitergefahren zu einer sehr schönen Konferenz, die einmal im Jahr im Haltigfest Europapark stattfindet.

00:02:22: Fährt man da sonst nicht irgendwie Achterbahn oder

00:02:24: so?

00:02:25: Ganz genau und ich muss ganz ehrlich sagen als ich das erste Mal davon hörte dachte ich auf gar keinen Fall!

00:02:30: Meine Kinder hatten da einen anderen Blick drauf und die Familien waren immer mit eingeladen.

00:02:34: also fahren wir seit mehreren Jahren jedes Jahr zu dieser Konferenz und ich fahre wahnsinnig gerne dahin weil Menschen zusammenkommen, das sind Unternehmerinnen und Unternehmer.

00:02:47: Bundestagsabgeordnete Vertreter von Verbändeninvestoren die sich anderthalb Tage total im Hintergrund hinter verschlossenen Türen über den Zustand Deutschlands der deutschen Wirtschaft die Zukunft Europas auseinandersetzen.

00:03:05: Also hinter Verlangenen Türen heißt wir im Journalismus sagen unter drei oder auch Chatham House Rules, man spricht nicht darüber was da diskutiert wird?

00:03:11: Genau

00:03:12: jeder spricht wirklich offen und deswegen kann ich auch nicht daraus zitieren.

00:03:17: aber es ist gerade deshalb so interessant weil man ganz viele Beispiele davon hört wie's eben in der Wirtschaft gerade wirklich läuft und eben auch welche Streitpunkte in der Politik in Berlin wirklich gibt, worüber die Bundestagsabgeordneten tatsächlich nachdenken.

00:03:33: Welche Streitpunkte gibt es denn, die du erfahren hast von denen du noch nicht wusstest?

00:03:37: Das kannst du ja vielleicht sagen weil man weiß ja nicht wem's zuzuordnen ist und so...

00:03:41: Es gibt, also wenn man in die CDU schaut schon einen sehr großen Richtungsstreit darüber was der tatsächlich richtige Weg ist.

00:03:49: Wie man die großen Probleme der Zukunft löst und das ist da sehr klar geworden.

00:03:54: ich will ja jetzt nicht weiter ins Detail gehen weil es dann sehr nah an die Protagonisten kommen würde und klar ist aber einfach geworden wie eine große Volkspartei auch mit der Zukunft bringt und dass ist ja auch ne gute Nachricht weil es war ein Streit in der Sache.

00:04:10: Aber das ist ja genau das, was wir brauchen.

00:04:12: Eine Auseinandersetzung über Argumente, über Konzepte und deswegen fand ich es einfach sehr bereichernd dabei zu sein mitzudiskutieren und zu hören wo die unterschiedlichen Protagonistinnen und Protagonisten stehen.

00:04:26: Wenn ganz unabhängig von der Veranstaltung wenn du diesen Streit zwischen zwei Ausrichtungen in der Union mit dem was man auch bei der SPD kennt Flügelstreit?

00:04:35: Wenn du das vergleichst gibt's dann Unterschied?

00:04:39: Ich würde sagen nicht, auf der einen Seite sehen wir eine CDU die eher in eine konservative Richtung geht und auf der anderen Seite die alte Merkel.

00:04:48: CDU, die ja auch von Henrik Wüst und Daniel Günther repräsentiert wird.

00:04:53: Und diese beiden Flügel sind wichtig für diese Partei weil sie natürlich die Möglichkeit schaffen auch ein Zuhause für viele Menschen im Land zu bieten und deswegen ist es wichtig dass diese Fraktionen miteinander diskutieren Argumente austauschen um dann am Ende den besten Weg zu finden.

00:05:08: Ich finde einen guten Punkt das solche Flüge auch hilfreich sein können weil sie Heimat für unterschiedliche Ausrichtungen der Mitgliederschaft bieten.

00:05:15: Sie müssen nur sprechfähig sein.

00:05:17: Bei der SPD hat man letzte Zeit und nicht in letzter Zeit immer mal wieder das Gefühl, dass sie eigentlich nicht mehr sprechfähig sind.

00:05:21: Ich glaube die SPD ist nochmal ein ganz besonderer Fall!

00:05:24: Wir wollen ja heute nicht so sehr über die SPD sprechen nachdem wir es die letzten Wochen intensiv getan haben.

00:05:29: Jetzt kommt

00:05:29: kein Zitat von Babelbars?

00:05:31: Ich

00:05:31: musste mich wirklich zurückhalten diese Woche nach den Aussagen über die Einwanderung in den Sozialstaat.

00:05:37: aber ich wollte noch Einsatz zum Europapark sagen weil wir hier im Podcast auch immer intensiv über Unternehmertum über Innovationen sprechen und über den Willen immer wieder Neues zu versuchen.

00:05:49: Und ich bin ja kein Achterbahnfreak!

00:05:52: Meine Kinder haben mich dann tatsächlich in eins, zwei von diesen Dingern mitgeschleppt und ich muss sagen selbst nach der Kinderversion, in die ich mit unserer vierjährigen musste war mir wirklich ganz anders.

00:06:07: aber mich fasziniert dieser Europapark trotzdem.

00:06:09: jedes Jahr wenn man dort ankommt, gibt es irgendwas Neues.

00:06:12: Ein neuer Bereich ist aufgemacht worden.

00:06:15: vor einiger Zeit wurde ein total innovatives Spitzenrestaurant aufgemacht durch das man mit so autonomen Sesseln durchfährt und an unterschiedlichen Stationen vorbei kommt dass mittlerweile mehrfach preisgekrönt ist.

00:06:31: all solche Dinge egal in welchem Bereich mit Virtual Reality Erfahrung.

00:06:35: natürlich ist alles Entertainment aber Unternehmertum, es ist Innovation und das begeistert mich einfach.

00:06:42: Und es ist alles mit einer unglaublichen Liebe fürs Detail gemacht!

00:06:46: Ich habe große Vorurteile gehabt bevor ich dahin gefahren bin.

00:06:48: Ich dachte, dass ist trashig, Disneyland-mäßig... Und natürlich sind es Themenwelten und natürlich ist es auf Kinder ausgerichtet aber es ist Alles mit gutem Geschmack und wirklich eine Liebe für Innovation, Technologie und gute Unterhaltung.

00:07:04: Insofern großen Respekt, was die Familie Magda aufgebaut

00:07:07: hat.

00:07:07: Ja cool!

00:07:08: Bist du Achterband-Typ?

00:07:09: Nein also als ich klein war ja heutzutage nicht wirklich.

00:07:15: Ich erinnere mich dass ich einmal auf dem Mönchner Oktoberfest, ich glaube das war das letzte Mal...

00:07:20: Nach wieviel Maß?

00:07:23: Geisterbahn.

00:07:23: und das sagt schon viel über meinen Zustand aus, dass ich das gedacht habe.

00:07:27: Und hab tatsächlich erst bemerkt als ich in meinem Drittel in diesem Vagonsaß und das erste Mal quasi vom Himmel fiel, dass es gar keine Geisterbahnen ist durch die man ja sehr gemütlich wird, sondern seine Achterbahn ist.

00:07:37: und bin dann mit meinen beiden Knien weil er halt auch komplett unvorbereitet und nicht körperlich in der Anspannung war voll vorn gegen die Wand geknallt und hatte also zwei blaue Knie.

00:07:47: und dann habe ich gedacht vielleicht muss man nicht alles im Leben immer wieder machen.

00:07:54: Wir haben gar nicht viel Zeit übers Oktoberfest zu sprechen, vielleicht tun wir das im Herbst dann nochmal.

00:07:59: Wir wollen heute über Reform sprechen – über Reform auf die sich die Koalition eigentlich einigen wollte aber dann war nur großes Schweigen zu hören!

00:08:09: Wir wollen auch darüber diskutieren was das Achtzigjährige Jubiläum des Handelsplatz damit zu tun hat und dann soll es noch um unglaubliche Beschleunigung gehen, die wir gerade erleben im Nachrichtengeschäft bei technologischen Entwicklung und auch in immer schnellerer Abfolge historischer Ereignisse.

00:08:29: All das tun wir nach einer kurzen Unterbrechung.

00:08:32: Miriam!

00:08:32: Wir sind wieder da.

00:08:33: am Dienstagabend haben sich die Spitzen von Union- und SPD im Koalitionsausschuss getroffen.

00:08:40: Nach dem Streit beim letzten Spitzentreffen in der Villa Borsig – das haben wir ja hier auch im Podcast-Diskut und der Blamage rund um die Entlastungsprämie war der Druck enorm.

00:08:52: Am Mittwoch allerdings verkündete die Koalition dann sich auf einen Arbeitsprozess geeinigt zu haben, was auch immer das sein soll.

00:09:00: Und wie das Handelsblatt aus Koalitionskreisen erfuhr sollen bei einem weiteren Koalitionsausschuss kurz vor der parlamentarischen Sommerpause die dann im Juli beginnt gemeinsame Entscheidungen zu den zentralen Reformfeldern steuern, Arbeitsmarkt, Rente und Bürokratieabbau in Paket fallen.

00:09:19: Zuvor – und das ist wirklich interessant – lädt Friedrich Merz die Sozialpartner noch zu einem Dialog mit dem Koalitionsausschuss ins Kanzleramt ein.

00:09:29: Miriam, wir zeichnen auf.

00:09:31: Mittwoch haben die Nachrichten gerade frisch bekommen.

00:09:33: was ziehst du aus diesen ganzen Nachrichten?

00:09:37: Zwei Dinge ich glaube.

00:09:38: zum einen Du hast es gesagt Die Einladung an die Sozialpartner ist vermutlich ein kluger Schachzug und auch ein notwendiger weil wir ja inzwischen eine Diskussion haben die so aufgeheizt polarisiert ist, dass da irgendwie auch nichts mehr zustande kommt.

00:09:51: Eine

00:09:52: konzentrierte Aktion haben wir hier im Podcast schon gefordert vor einigen Wochen?

00:09:55: Ganz genau!

00:09:56: Also das finde ich gut.

00:09:58: Alles was darüber hinausgeht ist so, dass man ja nur sagen kann Puh es ist irgendwie zum Haare raufen also wenn ich nicht weiter weiß dann gründlich einen Arbeitskreis.

00:10:08: Das ist abgenudelt.

00:10:10: aber es stimmt leider und das heißt ja nichts anderes als dass diese Koalition sich gefühlt Aber Ich finde auch praktisch im Wesentlichen mit Metapolitik beschäftigt.

00:10:21: Das heißt, sie beschäftigt sich mit der Frage wie Sie die Organisation der Beschäftigung der eigenen Themen mit den eigenen Themen organisieren kann?

00:10:30: Die fragen sich, wie Sie sich selber auf die Reihe kriegen statt wie Sie dieses Land auf die Reihe kriegen.

00:10:35: und das finde ich hat jetzt lange angedauert.

00:10:38: wir haben ja schon hier über ein Jahr Regierung Friedrich Merz gesprochen.

00:10:43: Seitdem ist das eigentlich ein Zustand, der vorherrscht.

00:10:46: Und ich glaube hier immer daran dass es wichtig ist relativ zügig ins Handeln zu kommen weil du natürlich in der Zyklen-Dynamik unserer Bundestagswahlen sowieso nur einen sehr begrenzten Zeitraum hast.

00:10:58: bis du dich mal sortiert hast am Anfang und bist dann eigentlich der Wahlkampf anfängt bleibt vielleicht ein Jahr

00:11:03: In der Tat.

00:11:03: erstens hast du glaub ich recht dass wir einfach zu lange warten und vielleicht könnte man noch ergänzen.

00:11:09: Vielleicht hat auch nicht jeder das Vertrauen, dass jetzt wirklich was dabei rauskommt weil wie lange warten wir schon darauf, dass die großen Reformen kommen.

00:11:16: auf der anderen Seite?

00:11:17: Und da würde ich dir gerne in Teilen widersprechen ist es doch so, dass wir diese ganzen Reformen eigentlich nur mit einer Paketlösung tatsächlich durch die Tür bekommen und das haben wir vor zwei Wochen glaube brauchen.

00:11:32: Wenn wir jetzt jede Reform einzeln diskutieren, dann müssen wir bei jeder Reform einzel Kompromisse aushandeln und die SPD muss was hergeben, die CDU muss ein Kompromiss machen.

00:11:43: es gibt Verletzungen und Diskussionen und einen ewigen Prozess.

00:11:46: das heißt ein großes Paket zu schnüren ist, glaube ich strategisch total richtig.

00:11:52: Vielleicht gehen wir einmal kurz...

00:11:53: Moment!

00:11:53: Aber ganz kurz.

00:11:54: also das ist richtig da bin ich sogar bei dir.

00:11:56: nur das Problem ist ja das war ja ursprünglich die Idee dann haben sie es zurückgenommen haben nach dem ganzen Stress gesagt jetzt können wir nur einzelne Reformen umsetzen.

00:12:02: Wir haben's hier diskutiert und kritisiert Jetzt soll es wieder ein Paket werden.

00:12:05: Das Paket ist richtig weil auch alles miteinander zusammenhängt absolut richtig.

00:12:08: Nur Ich finde immer Es ist ja nicht so, als sei zu Beginn dieser Koalitionsregierung diese großen Probleme vom Himmel gefallen und man hätte gesagt Huch!

00:12:18: Da muss eine Rentenreform her.

00:12:19: Und die Schuldenbremse ist ein Problem und wahrscheinlich funktioniert auch das Bürgergeld nicht und vieles andere.

00:12:25: Diese Themen liegen seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten auf dem Tisch.

00:12:30: Du hast ja total recht Ich hatte

00:12:31: nur versucht was Positives

00:12:33: zu

00:12:34: sehen länger in der Politik als in dieser Regierung.

00:12:36: Und deshalb da widerspreche ich, da hätte man anfangen können.

00:12:39: es gibt einen Koalitionsvertrag übrigens wo bestimmte Dinge ja auch so angelegt sind und Ich finde das nicht ermutigend für unser Land und unsere Bürgerinnen und Bürger dass es immer wieder zu dem gleichen Punkt kommt, sie kommen nicht zusammen.

00:12:53: Obwohl Sie's eigentlich im Koalitionsvertrag festgelegt haben dort was geschafft haben, dort eine Ambition formuliert haben und jetzt wird diese Ambition kleingekocht bis man wirklich durch Babybrei durchwartet auf den man maximal ausrutschen

00:13:07: kann.

00:13:07: Lass uns damit wir die Komplexität der Situation noch einmal klarmachen.

00:13:11: Einmal durch die wichtigsten Punkte durchgehen, die jetzt diskutiert werden.

00:13:15: also die Rentenreform hast du angesprochen?

00:13:17: Die Union fordert mehr privat und kapitalgedeckte Vorsorge.

00:13:21: Die SPD will das nicht, die Zürger, sie will eher das Bestehenssystem und da geht es ja auch immer wieder Werten.

00:13:27: gerade schon erwähnt Barrelbars so der Vorwurf blockiert eben alles was an Veränderungen kommen könnte.

00:13:34: Deuern, es gibt eigentlich einen Konsens zwischen beiden Partnern.

00:13:38: Sie wollen kleine und mittlere Einkommen entlasten aber da endet auch schon der Konsens.

00:13:42: Genau denn das Wie ist dann schon wieder schwierig?

00:13:45: Die SPD möchte nämlich Steuererhöhungen für Spitzenverdiener.

00:13:48: um damit die Haushaltslöcher zu stopfen will die Union nicht.

00:13:51: Genau Söder und März lehnen genau das ab.

00:13:54: drittes Thema Arbeitsmarkt und Arbeitszeit.

00:13:56: Die Union will mehr Flexibilität längere Arbeitstage, bei gleichbleibender Wochenarbeitszeit um dann sozusagen auf Auftragsspitzen in Unternehmen reagieren zu können.

00:14:07: Genau die SPD lehnt auch das ab.

00:14:09: sie möchte das gar nicht erst sozusagen im Betracht ziehen.

00:14:12: auch da hat Bärbel Basja schon ganz kategorisch gesagt wir gehen an die acht Stunden Arbeitsapportag über keinen Fall ran.

00:14:19: Gewerkschaften werden mobilisiert und die DGB-Vorsitzende Jasmin Fahimi hat ja auch schon sehr deutlich gesagt Wir sind mobilisierungsfähig als Drohung interpretiert, aber es ist jedenfalls eine klare Ansage.

00:14:32: Letztes Thema wäre die Schuldenbremse.

00:14:34: hier drängt die SPD auf eine Reform um mehr Spielraum noch mehr Spielrahmen für Investitionen durch neue Schulden zu gewinnen.

00:14:41: und

00:14:41: Überraschungen.

00:14:42: Die Union möchte das nicht.

00:14:43: sie hält an der Schulden Bremse fest und möchte keine Reform.

00:14:47: also viele der Punkte sind absolut überfällig.

00:14:50: über die Rezepte können wir streiten haben wir auch schon in den letzten Wochen.

00:14:54: ich habe jetzt mal ein Zitat mitgebracht dass die Stimmung die gerade herrscht ziemlich gut auf den Punkt bringt, hören wir mal rein.

00:15:01: Schließlich das härteste Brett wird sicherlich die Reform der gesetzlichen Rentenversicherung sein.

00:15:08: und meine Damen und Herren, dass alles ist keine Bösartigkeit von mir oder von der Bundesregierung.

00:15:14: Ja, meine Damen

00:15:27: Ja, das war Friedrich Merz beim Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes und so ging das munter weiter.

00:15:35: Auch

00:15:35: hier wird über Faketen inzwischen gelacht denn Merz hat ja recht.

00:15:38: Übrigens interessant als Bärbel Baas bei den Arbeitgebern waren wurde sie auch ausgelacht.

00:15:43: interessanterweise hat sich dann Merz hinter Sie gestellt und gesagt dass das keine Art ist mit einer Ministerin umzugehen.

00:15:49: von Bärbl Baas hat man jetzt noch nichts gehört dazu.

00:15:53: Aber was sagt das?

00:15:55: Dimmungen, Miriam.

00:15:56: Wenn du das so hörst...

00:15:58: Die ist total aufgeheizt und ich glaube es liegt eben daran dass zum einen wir jetzt uns seit einem Jahr mit Ankündigung und Willensbekundungen zu Reformen beschäftigen die zum zweiten auch auf beiden Seiten jeweils nicht konsensfähig sind.

00:16:15: keine Seite bewegt sich und ohne dass sich beide Seiten bewegen aufeinanderzu werden wir hier halt nicht weiterkommen.

00:16:22: Und wir haben's halt auch mit einer SPD, einem Regierungspartner zu tun der jeden Reformvorschlag auch wenn er noch so logisch ist als einen Angriff auf die kleinen Leute hinstellt.

00:16:34: und das ist natürlich kein politischer Instrument dass dazu führt dass konstruktiv diskutiert wird.

00:16:39: würde ich sagen Teile der SPD.

00:16:41: Es gibt ja durchaus auch, wir haben über die Rede von Lars Klingball bei der Bertelsmann Stiftung geredet.

00:16:48: Aber

00:16:48: der Sound ist komplett verschwunden weil er sehr klare Signale aus der Partei gekriegt hat dass die Mehrheit der Delegierten das nicht mittragen wird?

00:16:56: Ja absolut!

00:16:57: Ich fand ganz interessant.

00:16:58: es hat ja dieser Tage auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Spahn einen interessanten Vorschlag gemacht.

00:17:04: Der hat ja gesagt Wenn wir uns nicht einigen können, das habe ich glaube ich nicht gesagt.

00:17:07: Das sage ich jetzt dann lasst uns doch fünf Prozent Kürzungen bei allen Subventionen vornehmen.

00:17:12: Ich bin überhaupt keine begeisterte Befürworterin von so Rasenmäher Prinzip.

00:17:17: an einer bestimmten Stelle, glaube ich wäre das mal ein Schritt.

00:17:22: Denn faktisch kann man sich schon fragen wie wollen wir dass das finanzieren was wir finanziert müssen?

00:17:28: Merz hat ja recht es ist eine Frage der Demografie und der Mathematik.

00:17:31: ist etwas mit der Rentenversicherung passiert Und irgendwie müssen wir damit umgehen.

00:17:35: Vor

00:17:35: allem wie wollen in dieser politischen Stimmung jede einzelne Subvention oder die Kürzung dieser Subvention jetzt durch diskutieren Kannst

00:17:43: du vergessen.

00:17:43: Insofern

00:17:44: ist in dieser Stimmung So ein Instrument wahrscheinlich der pragmatischste Weg wurde dann ja auch von Roland Koch und Pär Steinbrück unterstützt, die sich seit vielen, vielen Jahren Gedanken darüber machen wo man noch Geld einsparen kann.

00:17:58: Wenn ich so auf die Reformdiskussion schaue, dann fällt mir aber ein Fakt immer wieder auf wir besprechen an keiner Stelle wo eigentlich das Wachstum in Zukunft herkommen soll Und vielleicht einfach nochmal die ökonomischen Grundlagen dafür.

00:18:14: Wachstum entsteht ja immer dann, wenn die Menschen, die da sind länger arbeiten oder mehr arbeiten.

00:18:23: wenn mehr Menschen kommen, um zu arbeiten.

00:18:25: Oder wenn Sie in der gleichen Zeit mehr produzieren können?

00:18:27: So

00:18:28: ist es und das ist der springende Punkt!

00:18:30: Und wie können Menschen in der gleichen Zeit mehr produktiver werden, indem sie Technologie anwenden, indem Innovationen

00:18:37: stattfinden?!

00:18:38: Und darüber sprechen wir überhaupt nicht – das findet allenfalls am Rande statt.

00:18:45: haben wir beim Handelsplatz jetzt eine ganz besondere Aktion gestartet.

00:18:49: Und zwar zu unserem achtzigjährigen Jubiläum, dass wir diese Woche anfangen zu feiern.

00:18:54: Das wird letztlich das Thema für das gesamte Jahr und als Thema ist Überschrift.

00:19:01: Für dieses Jahr haben wir die Frage gestellt was muss passieren?

00:19:05: Dass Deutschland ein neues kleines Technologiegetriebenes Wirtschaftswunder erleben kann.

00:19:12: Erst

00:19:12: mal herzlichen Glückwunsch!

00:19:13: Und jetzt möchte ich gerne verstehen, wie ist diese Idee zustande gekommen?

00:19:18: Ich denke über die Frage schon seit vielen Jahren nach und wir haben vor zwei Jahren eine große Aktion gemacht mit der großen Sonderausgabe mit einem Zukunftsplan für Deutschland.

00:19:30: Erinnerst du dich noch daran?

00:19:30: Daran erinnere ich mich gut, das war glaube ich im Oktober vierundzwanzig und da habt ihr so eine ganze Reihe von Ideen präsentiert wie man Deutschland voranbringen könnte.

00:19:41: So ist es!

00:19:41: Und wir haben die flügsten Köpfe aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft gefragt nach Ihren Vorschlägen, wie sich Deutschland verändern muss um wieder nach vorn zu kommen.

00:19:53: Das ist ja fast zwei Jahre.

00:19:54: hier habt ihr mal nachgehalten ob aus irgendeinem dieser Vorschlage was geworden

00:19:58: ist?

00:19:58: Es ist unglaublich dass damals schon kurz nachdem die Ausgabe erschienen war direkt aus Ministerien bei verschiedenen unserer Autorinnen und Autoren angefragt wurde Ob sie nicht noch mehr Informationen hätten das waren ja weitgehend Gastbeiträge und Expertinnen und Experten Und ob diese Experten dann in die Ministerien kommen können um mal zu erklären passieren muss, dass diese Vorschläge Wirklichkeit werden können.

00:20:22: Also es hatte sofort einen direkten Impact.

00:20:25: Das Problem daran war das wenige Wochen später die Ampel zusammenbrach und dadurch natürlich auch Versandeten.

00:20:31: Das ist übrigens das Problem, glaube ich, was wir grundsätzlich in der Politik mit Reformen haben.

00:20:35: Dass du halt immer nur in den Legislaturzyklen denkst und ein Großteil der Zeit dieser Zyklen geht darauf die eigene Macht abzusichern für den politischen Posten und nicht darauf das Richtige zu tun?

00:20:47: Genau!

00:20:47: Die endete dann wenige Wochen danach und dadurch auch die Frage wie eigentlich eine Zukunft für die deutsche Wirtschaft aussehen kann.

00:20:56: Dann saßen wir vor einigen Monaten zusammen und haben darüber nachgedacht, was wir eigentlich zu unserem achtzigjährigen Jubiläum machen.

00:21:03: Und üblicherweise blicken Medien dann ja zurück, drucken schwarz-weiß Fotos der ersten Titelseiten, Fotos von den Druckerpressen wie die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mal aussahen.

00:21:18: Da haben wir uns für einen anderen Weg entschieden.

00:21:20: aber wir sagen Das Handelsplatz steht gar nicht so sehr für den Blick zurück, sondern vor allem für den Blicken nach vorn.

00:21:26: Und deswegen schließt diese Aktion jetzt auch genau an das an was wir mit dem Zukunftsplan gemacht haben.

00:21:33: Jetzt wollen wir wirklich an konkreten Beispielen zeigen wie Regionen überall auf der Welt entweder den Wandel hin zu einer Technologie-Region geschafft haben oder wie sie gerade dabei sind sich zu wandeln.

00:21:47: und da haben große erwartbare Beispiele analysiert wie das Silicon Valley.

00:21:53: Ich glaube, dass es sehr interessant ist zu sehen, wie das silicon valley mal gewachsen ist, wie es zu diesem faszinierenden Technologie-Cluster werden konnte wo der Staat eine extrem wichtige Rolle spielte weil er die großen technologischen Wetten finanziert hat und bis heute darauf achtet, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region groß denken.

00:22:15: und wenn sie dann ihre ersten Produkte haben tritt der Staat als erster Investor und dann als Erster Kunde auf.

00:22:23: Dann waren wir in China, haben verschiedene Cluster dort angeschaut wie zum Beispiel die Region Shenzhen zu dieser Pionierregion werden konnte.

00:22:32: dies heute ist.

00:22:33: was man da eher lernen kann ist dass Technologie-Cluster Freiheiten brauchen Und die ganze Stadt war ja sowas wie ein Technologie-Sandkasten.

00:22:44: Sondern

00:22:44: der Wirtschaftszone unter den

00:22:45: Shoppingen?

00:22:46: Genau, in dem Unternehmen ohne Regulierung, ohne viel Steuern zu zahlen alles ausprobieren konnten.

00:22:51: Wir waren im Soul haben beleuchtet wie die großen Technologiekonzerne dort zusammen mit der Wissenschaft ganz schnell skaliert haben über die letzten Jahrzehnte.

00:23:01: wir waren aber auch an weniger erwartbaren Orten.

00:23:04: zum Beispiel haben wir in einer Fallstudie gezeigt wie Ulu, dass es ein Ort in Finnland der ganz stark von Nokia abhängig war.

00:23:14: Nach dem Untergang der Mobilfunksparte des Konzerns eine neue Zukunft entwickelt hat basierend auf dem Technologienohau.

00:23:25: Ich gebe zu, ich durfte ja einen Sneak Preview schon haben.

00:23:29: Der Ausgabe und finde die ist wirklich sehr schön geworden mit diesen ganzen sehr konkreten Beispielen und Clustern, die ihr beschreibt.

00:23:35: Und Ulu da ... Die Geschichte fand ich wirklich super weil ja auch eigentlich das Motto ist wir sind fast dankbar für diesen Niedergang den wir erlebt haben, weil uns unfassbar geholfen hat uns neu zu erfinden.

00:23:46: Das Interessante in Ulu ist dass dort eben nicht wie in Deutschland so oft das Alte mithilfsgeldern konserviert wurde sondern Die Ingenieure, die ihren Job verloren haben wurden in Weiterbildungsprogramme und vor allem Unternehmertum-Programme geschoben.

00:24:04: Indem sie dann sozusagen ihre unternehmerischen Ideen ausentwickeln konnten, dann wurden Sie mit Investoren zusammengebracht.

00:24:11: Und daraus ist in der Region ein Feuerwerk an neuen Startups entstanden.

00:24:17: Heute leben dort viel mehr IT-Ingenieurer als zu den besten Zeiten von Nokia.

00:24:23: Super spannend.

00:24:24: Man muss nicht immer nur ganz weit weggehen, um richtig gute Beispiele zu finden.

00:24:27: Ihr habt ja auch eine Geschichte über Estland zum Beispiel drin...

00:24:31: Und das ist total interessant!

00:24:32: Genau Estland und Indien haben beide – das haben wir zu so einer gemeinsamen Fallstudie gemacht – haben es beide geschafft den Staat als so eine Art Plattformen zu begreifen, digitale Plattform auf der Unternehmen dann mit ihren Diensten aufsetzen können.

00:24:48: Ja, und das Spannende was ich daran gedacht habe gerade bei Estland Die haben ja nach dem Fall der Mauer, nach dem Ende des Kalten Krieges und der dann Westorientierung.

00:24:58: Der ist hin auf die EU, haben sie halt ganz konsequent sich selber neu definiert und haben gesagt wir finden uns neu und zwar nicht auf Papier sondern digital und haben mit so Initiativen wie der Tiger-Lieb-Initiative von neunzig oder jetzt auch zweitausendfünfundzwanzig AI-Lieb, KI in der Bildung.

00:25:17: Wirklich das so konsequent gemacht, dass sie wirklich den Staat als Plattform etabliert haben?

00:25:22: Ich habe übrigens auch deshalb mit Freude gelesen weil ich über nächste Woche eine Woche in Tallinn bin.

00:25:27: Ich hatte einen Kurs...

00:25:28: Ach dann machen wir Podcast von Tallin aus Suba.

00:25:30: Genau, Podcast

00:25:31: von tallinaus und da dachte ich auch, da sollten wir mal darüber reden.

00:25:34: Kleiner Fakt aus dieser Geschichte, aus dieser Fallstudie über Estland!

00:25:38: Mein Kollege Jan Lutz, der dort war, der auch diesen Podcast hier redaktionell betreut hat Interview, der diese digitale Staatsinitiative mitentwickelt hat.

00:25:50: Das basiert ja alles auf einer Software X-Route und die sind öfter nach Deutschland gekommen und haben deutschen Politikerinnen und Politikern erklärt was sie tun.

00:26:00: Die Reaktionen erzählte er uns war dann aber oft das ist ja total schön und gut wie ihr es macht Aber wir bauen es selbst.

00:26:06: Das Problem ist Wir Haben Es Bis Heute Nicht erst Land Verkauft Dieses System Aber an Länder in Aller Welt weil die eben nicht so stolz waren und sagen, wir kriegen's selbst hin.

00:26:16: Sondern einfach sagen wenn es doch schon jemand gebaut hat können wir doch einfach mal versuchen ob es uns irgendwie weiter hilft.

00:26:21: Das wissen wir übrigens auch aus der Forschung dass das oft der bessere Weg ist anstatt alles selber zu machen.

00:26:25: jetzt bei KI ist es ja genau so ne?

00:26:27: Die Unternehmen die versuchen selber zu bauen kriegen sie in der Regel nicht hin.

00:26:31: also wir könnten noch ganz ganz lange darüber sprechen.

00:26:33: ich mache aus diesen Erkenntnissen die wir da gefasst haben auch noch ein Buch.

00:26:38: das ist mein großes buchprojekt das entsteht jetzt parallel schon der Überzeugung bin, dass wir in Deutschland zu wenig verstehen wie diese Technologieregionen entstanden sind.

00:26:49: Wir nehmen das immerhin wie so ein Naturgesetz als ob das irgendwie vom Himmel gefallen wäre.

00:26:56: dabei hat China erst zur Zeit in der Finanzkrise angefangen überhaupt sich mit einer strategischen Technologiepolitik zu beschäftigen.

00:27:04: die USA wiederum betreiben bis heute eine strategische Technologiepolitik.

00:27:10: Und so kann man eben von allen Ländern dieser Welt lernen, da haben wir gar keine Zeit alles im Detail zu besprechen.

00:27:15: Ich möchte nur mal meine zentrale Erkenntnis teilen Der Staat sollte niemals unternehmerisch tätig werden tun muss, eine Infrastruktur bauen.

00:27:28: Sozusagen eine Arena schaffen in der die Unternehmen, die privaten Unternehmen dann gegeneinander antreten.

00:27:35: und das ist ein Prinzip dass wir überall sehen.

00:27:38: da sehen wir im Silicon Valley wo der Staat die Infrastruktur mit Forschungsinstituten der Förderung von Unternehmern Gebäuden, in denen Start-ups unterkommen können und so weiter geschaffen hat.

00:27:50: Auch die DARPA haben wir schon öfter darüber gesprochen – die Forschungsagentur beim Pentagon, die natürlich mit Milliarden Technologieentwicklungen ermöglicht hat, die wir heute alle nutzen.

00:28:01: Also wenn wir über GPS reden, über viele andere Technologien, die dann eben Unternehmen nutzen können um sich unternehmerisch darauf weiterzuhalten...

00:28:08: Die Unternehmen skalieren die Technologen aber bei der Entwicklung ist der Staat oft dabei.

00:28:12: also das ist glaube ich ganz wichtig lenkt Forschungsgelder in die strategisch relevanten Felder.

00:28:20: Er schafft Räume, indem er alte Industriegebäude umwitmet, renoviert und bereit macht für junge Unternehmer.

00:28:29: Erschafft regulatorische Freiräume und investiert als Ankerkunde – das sind so die wichtigsten Learnings, die wir hatten!

00:28:37: Das Problem ist dass wir das in Deutschland immer.

00:28:41: Ja, da sollen sich irgendwelche Ökonom mit beschäftigen.

00:28:43: Aber wir in der Politik in Berlin sprechen nur über Entbürokratisierung und die Senkung von Unternehmensteuern.

00:28:51: Und das passt nicht mehr in eine Welt, in der Länder überall strategische Technologiepolitik machen.

00:28:58: Wir müssen als Land begreifen dass wenn wir in dieser Welt mitspielen wollen auch in dieses Spiel einsteigen müssen.

00:29:09: Pause.

00:29:10: Und wenn wir zurück sind, dann geht es um ein Thema das uns alle bewegt den immer schnelleren Zyklus von News und Innovationen und was das mit uns macht und wie man am besten darauf reagiert.

00:29:25: Miriam!

00:29:25: Wir sind wieder da und in der Vorbereitung dieses Podcasts... Das muss man vielleicht mal so transparent machen.

00:29:31: Die läuft oft über eine Signalgruppe.

00:29:34: Hast du mir am Montag etwas geschrieben?

00:29:36: Was mich sofort angesprochen hatte?

00:29:39: Du hast geschrieben, dass die Welt gerade vor einer Phase großer Veränderung steht.

00:29:44: Die auch noch bis ins Jahr zwanzig siebenundzwanzig hinein reicht.

00:29:48: und dann hast du mir von einer Frau erzählt, die wedische Astrologie macht und das alles mit dieser Konferenz in Athen zu tun hat über die wir ja auch anfangs schon gesprochen haben Und da war ich mir gar nicht mehr so sicher, was war das eigentlich für eine Veranstaltung und was ist eigentlich los mit dir?

00:30:06: Das war nichts vollkommen esoterisches.

00:30:09: Es war eine Wirtschaftskonferenz sogar tatsächlich.

00:30:12: Und es geht hier um das sehr deutlich zu sagen – um ne Freundin von mir die Indian American isst.

00:30:17: Aber die war auch dort.

00:30:18: Die

00:30:18: war auch dorthin.

00:30:18: Wir haben auch wie in einem Airbnb ein bisschen WG-artig eben da zusammen wohnen können.

00:30:24: Das war sehr lustig!

00:30:26: Sie hat von ihrer Großmutter dieses Vedic Reading, diese wedische Astrologie oder Jyotish als Sanskrit Wort genau gesagt gelernt.

00:30:35: Erklär mal was das ist!

00:30:36: Ja, das ist ganz spannend weil es eigentlich eine Interpretation von Sternenkonstellation die sich aber von dem wie wir das in der westlichen Astrologien machen unterscheidet und es heißt auch nicht dass damit ein Schicksalsautomatismus einhergeht.

00:30:49: also wann immer sie Zum Beispiel mir etwas sagt.

00:30:52: Sie hat schon mal ein richtiges Reading mit mir gemacht, es hat fast neunzig Minuten gedauert.

00:30:55: Das

00:30:55: heißt über deine Zukunft?

00:30:57: Über meine Sternenkonstellation.

00:30:58: Und wie

00:30:58: sieht die so aus?

00:31:00: Die sieht im Moment anstrengend aus und das resoniert sehr mit meinem Lebensgefühl.

00:31:05: Erzähl mal!

00:31:06: Sie hat nämlich gesagt also seit Januar, zwanzig hat ich einen Energieshift und ich würde sagen das stimmt alles war irgendwie hektisch und das liegt daran dass Mars gerade in meinem dritten Haus sitzt.

00:31:19: Es gibt Häuser und die Konstellation vor all dem, die stehen natürlich auch für unterschiedliche Dinge hat dann eine gewisse Bedeutung.

00:31:27: Und ich bin gerade in einer Saturn-Rückkehrperiode, die nur wenige Male im Leben passiert.

00:31:32: Die ist immer anstrengend, immer mit viel Stress streit.

00:31:36: man hat so das Gefühl nichts klappt richtig, man hat oft Steuer oder Projektthemen alles zu treffen bei mir und insofern habe ich gedacht okay das ist mal sehr interessant!

00:31:44: Dann hat sie gesagt – und das war eines der Highlights meiner Konferenz meines Wochenendes Ab dem sechzehnten Juli ist diese Saturn-Phase vorbei.

00:31:55: Also

00:31:55: dieses Jahr oder nächstes?

00:31:57: Dieses Jahr, genau!

00:31:58: Und dann trete ich in eine Mercury-, eine Mercur-Periode ein.

00:32:03: da geht es um das Bewusstsein, Kreativität, Zusammenarbeit all diese schönen Dinge die mir eigentlich sehr viel Spaß machen und ich dachte kurz vor meinem Geburtstag wird mein Leben besser.

00:32:12: darauf hoffe ich jetzt.

00:32:13: aber jetzt ernsthaft es geht ja auch nicht nur um mich sondern das Interessante.

00:32:18: Diese Readings sind in der... Aber dann

00:32:20: eine kurze Frage stellen.

00:32:21: Was macht so jemand auf einer Wirtschaftskonferenz?

00:32:25: Die spricht mit CEOs von großen internationalen Unternehmen, die sich nicht nur für sich selber ihre Konstellation interpretieren lassen sondern auch fürs Unternehmen.

00:32:35: Im Hinblick auf die Frage wenn eine wirklich große Entscheidung ansteht gibt es etwas was wir dabei beachten müssen.

00:32:40: ist das möglicherweise ein falscher oder auch ein guter Zeitpunkt?

00:32:43: Politik, internationale Politikberatung.

00:32:46: Es gibt Politikerinnen und Politiker die sich mit diesem Thema auseinandersetzen und da gute Erfahrungen mitmachen kann man das gerade bei führenden Persönlichkeiten in der Bundesregierung nicht direkt vorstellen.

00:32:56: aber wer weiß vielleicht bin ich da auch gar nicht so kreativ in der Vorstellung wie es ein sein sollte?

00:33:02: Vielleicht

00:33:02: sollte sie mal mitkommen.

00:33:03: die Willa Borsig.

00:33:04: Das habe ich mich auch gefragt.

00:33:06: Und sie hat tatsächlich gesagt, dass jenseits von allen persönlichen Interpretationen die du aus dem Chart der Sternenkonstellation eines jeden einzelnen Menschen natürlich interpretatorisch raus destillieren kannst sagt sie wir sind im Moment in einem Zeitalter-der-Zwietracht.

00:33:20: das ist auch so eine zirkuläre Entwicklung durch verschiedene Zeitalte die immer kürzer werden und das Letzte ist das anstrengendste heißt eben Zeitalta.

00:33:27: der Zwietdracht ist dadurch beschrieben, dass die Ungleichheit zunimmt.

00:33:32: Dass Institutionen kaputt gehen, zerfallen das bestimmte Macht und bestimmte Gear-Triebe nach vorne treten.

00:33:40: Und sie sagt es dauert noch bis ins Jahr siebenundzwanzig aber danach kann daraus etwas Gutes entstehen.

00:33:46: Das fand ich zumindest auch mal eine ganz positive Perspektive.

00:33:50: Es ist so ne Zeit der unglaublichen Beschleunigung, neulich als wir den Podcast aufgenommen hatten ist diese Schießerei bei dem Correspondents-Dinner gar.

00:34:02: Weißt du das noch?

00:34:03: Da hat mein bester Freund hinterher gesagt, es ist schon eine verrückte Zeit auch für euch.

00:34:09: Früher hätte uns so ein Ereignis wahrscheinlich tagelang beschäftigt.

00:34:15: heute vermeldet man das morgens und fragt dann ums sechzehn Uhr okay was sonst noch los und das ist ja die Zeit.

00:34:21: wir erleben eigentlich historische Eregnisse in einer Abfolge in einer Schnelligkeit wie nie zuvor Und das Interessante ist, dass ja gleichzeitig darunter liegend große Veränderungen passieren die die Welt auf Jahre prägen werden.

00:34:38: Wenn wir uns den Vertrauensverlust gegenüber Organisationen und Institutionen anschauen wenn wir uns das Aufbrechen, Zerbrechen alter Bündnisse anschauen die über Jahrzehnte für Stabilität gesorgt haben viele andere Dinge, die wir jetzt noch diskutieren könnten und die große Gefahr, die ich sehe ist dass wir vor lauter Neues halt die richtigen Trends nicht mehr sehen können.

00:35:02: Total!

00:35:03: Ich kann da auch persönlich mich mit verbinden mit dem was du sagst weil vielleicht geht es dir ja auch so?

00:35:08: Weil wir so viele Themen haben jetzt nicht nur durch den Podcast sondern auch durch vieles andere wenn man neugierig isst Du hast die ganze Zeit eigentlich im Kopf eine ein permanentes aufflackernes Netzwerk von Dingen, die sich verbinden.

00:35:21: Ich erlebe das immer so, dass ich irgendwo lang gehe und überhaupt nicht mitkriege wo ich hingeh laufe oder dass irgendwas um mich herum passiert weil ich die ganze Zeit dabei bin Sachen zu verbinden und darüber nachzudenken und das irgendwie noch einigermaßen ja vielleicht nicht im Griff zu halten aber so für mich zu prozessieren und manchmal finde ich das anstrengend.

00:35:44: von Studien gesprochen hat, die zeigen das Menschen im Mittelalter in ihrem ganzen Leben so viele Nachrichten gehört haben bekommen haben wie wir heute in einer Stunde.

00:35:55: Ich glaube natürlich schon, dass der zivilisatorische Fortschritt auch die menschliche Evolution diese Dinge mit berücksichtigt.

00:36:01: Also wir haben uns ja auch verändert und unsere Gehirne haben sich verändert.

00:36:05: Unsere Körper verändern sich langsam aber sicher!

00:36:08: Und insofern ein bisschen.

00:36:08: was wird dadurch glaube ich ausgeglichen?

00:36:10: Ich weiß aber nicht ob das alles kompensiert wird.

00:36:13: also ich glaube es schon dass es einen zumindest gefühltes Überforderungssyndrom im Moment gibt und viele Menschen das habe ich auf der Konferenz am Wochenende erlebt haben momentan den Eindruck Es ist schon so, dass wir an irgendeinem Art von Zeitenwände stehen.

00:36:26: Und es war ganz spannend weil da war ein Referent auch dabei den ich interessant fand durchaus kontrovers Lookcamp von der University of Cambridge der einen Buch vorgestellt hat das heißt Goliath's Curse also Der Fluch des Goliad ist Ende des letzten Jahres auf dem Markt gekommen war sofort ein Bestseller und wird Ende dieses Jahres dann auch in Deutsch kommen.

00:36:48: und seine zentrale These ist eigentlich eine Gesellschaft durch bestimmte Entwicklungen groß gemacht wird.

00:36:56: Das ist das, was er den Goliath-Treibstoff nennt.

00:37:00: Also Technologie oder Wissen?

00:37:01: Zum Beispiel Technologie aber auch Ressourcen wie Getreide früher, Metalle... Tiere, Nutztiere.

00:37:08: All das aber heute auch Daten, Waffen all das natürlich und dieser Treibstoff macht Gesellschaften groß und ist letztlich aber auch das was Gesellschaften dann zusammenbrechen lässt.

00:37:17: und er hat sich eben dreihundertzwanzig historische Gesellschaften angeschaut und gesagt von der Bronzezeit bis zur Moderne ist es eigentlich ein Prozess der immer wieder ähnlich von Statten gegangen ist.

00:37:29: Das Gute ist vielleicht dabei dass Er daraus nicht.

00:37:33: Die Schlussfolgerung zieht, wir sind sozusagen zum Untergang verurteilt, sondern er sagt manche Gesellschaften die untergingen haben dadurch Raum geschaffen ganz oft sogar für eine egalitärere bessere und letztlich lebenswärtere Nachfolgegesellschaft.

00:37:50: Aber das ist ja total interessant.

00:37:50: was sind denn dann die Mechanismen die dazu führen dass Zivilisation untergehen?

00:37:56: Immer wachsende Ungleichheit, immer weniger Menschen die immer mehr ausnutzen können und zur Friedenheit die entsteht.

00:38:03: Und dann eine von innen getriebene Zerfallstynamik, die dazu führt dass die Gesellschaft dann irgendwann nicht mehr überlebensfähig ist.

00:38:11: Es gibt ja viele die sich im Moment mit so Kollabstheorien beschäftigen.

00:38:16: was hast du da für die Analyse der aktuellen Situation gelernt?

00:38:19: oder ist das alles soweit weg?

00:38:20: Nee, er sagt schon dass die aktuelle Situation halt auch wieder in dieses Muster reinpasst.

00:38:26: Wir haben im Grunde genommen ja eine wahnsinnige Vermögensungleichheit ne?

00:38:30: Wir haben eine Situation wo etwa ein Prozent der Reichsten mehr als besitzen als die gesamte andere Hälfte der Menschheit.

00:38:39: gerade in USA, auch in paar anderen Ländern glaube ich ist das noch der Fall.

00:38:42: Dann haben wir eine Erosion von Institutionen Die EU bestimmte Institution wie DINATO die UNO.

00:38:51: Und dann natürlich etwas, was bei ihm auch eine Rolle spielt Klimawandel.

00:38:54: das ist auch evolutionär ja belegt.

00:38:56: wir haben so große Gesellschaften wie die Mesoamerikanische Arztticken-Gesellschaft also die tatsächlich auch unter anderem wegen Klimawandel ihre wahnsinnig beeindruckenden Städte wie Chichen Itza oder in Yucatan einfach verlassen mussten weil man da nicht mehr leben konnte.

00:39:12: und dass es ein beschleuniger der Untergangsdimensionen die Luke Camp eben beschreibt.

00:39:18: Jared Diamond hat ja vor vielen Jahren dieses Buch Kollaps geschrieben.

00:39:21: Das hat mich damals sehr bewegt, das geht ein bisschen in eine ähnliche Richtung oder?

00:39:26: Insbesondere Klimawandel war auch einer der Gründe warum Zivilisationen untergegangen sind und er hat gezeigt dass Zivilizationen auch ein Stück weit ist in der Hand haben ob sie überleben oder nicht.

00:39:38: was kannst du denn jetzt aus seinen Ausführungen lernen?

00:39:42: was können wir daraus ziehen um so einen Untergang zu verhindern?

00:39:46: Er sagt ganz radikal, uns auf Demokratisierung konzentrieren und da ist er wirklich radikal.

00:39:51: Da meint er nicht nur freie Wahlen oder die demokratischen Institutionen, die wir brauchen sondern er sagt, er redet ganz klar über die Einschränkung von Macht von Eliten auch durch bestimmte Steuern wie zum Vermögenssteuer und so man würde also wahrscheinlich sagen jetzt es eher eine SPD- oder auch Linkspartei herangehensweise.

00:40:09: aber er sagt eben ich begründete das nicht ideologisch oder politisch Ich sage einfach empirisch dass wir aus der Weltgeschichte, der Menschheitsgeschichte ableiten können.

00:40:18: Vielleicht

00:40:19: solltest du das Buma-Babble-Bars schicken?

00:40:22: Das hat sie bestimmt schon gelesen!

00:40:26: Als wir uns vorbereitet hatten und du dieses Stichwort immer schnellere Entwicklung reingeworfen hast, musste ich an den Soziologen Hartmut... Rosa denken, der ja schon seit Jahren dazu forscht und seine Diagnose ist ja dass Technologie uns zwar immer mehr Zeit schenkt.

00:40:44: Aber trotzdem haben wir ständig das Gefühl immer mehr zeitdruck zu haben.

00:40:49: Inzwischen hat er ein neues Buch geschrieben, darin warnt er vor einer Welt die immer stärker von Regulierung und Algorithmen geprägt ist in der wir nach und nach verlernen selbstbestimmt zu handeln.

00:41:00: Und darüber würde ich gerne mal mit dir sprechen.

00:41:03: aber hören wir erstmal rein was Rosa sagt wenn er von Beschleunigung spricht.

00:41:13: Umso ärmer wird sie an der Zeit.

00:41:15: Aber die Frage ist, wieso?

00:41:17: Also vor allen Dingen wenn wir doch eigentlich schneller werden... also zum Beispiel eine E-Mail zu schreiben oder eine SMS.

00:41:22: aber sagen wir eine E mail schreiben geht doppelt so schnell wie ein Brief schreiben.

00:41:27: Aber Tatsache ist, wenn jemand vor vierzig Jahren zehn Briefe geschrieben hat dann schreibt er heute höchstwahrscheinlich zwanzig E-mails und dann Dann gewinnen wir keine Zeit, weil die E-Mail geht doppelt so schnell.

00:41:41: Aber wir müssen jetzt auch doppeltso viele lesen und schreiben.

00:41:44: Das ist uns schon unter Zeitdruck!

00:41:45: Und man kann eigentlich zeigen dass wir wahrscheinlich nicht zwanzig E-mails pro Tag schreiben sondern eher dreißig oder vierzig.

00:41:51: Und das bedeutet... Die Wachstumsrate ist über der Beschleunigungsrate ja?

00:41:55: Die Geschwindigkeit ist mal zwei aber die Menge an Nachrichten ist mal fünf oder so und dann wird Zeit knapp.

00:42:02: Ich muss sagen, ich schreibe kaum noch E-Mails sondern eher andere Nachrichten.

00:42:06: Signalnachrichten, Teamsnachrichten aber natürlich sehr viele und ein Großteil davon kann ich nicht mehr erinnern wenn der Tag zu Ende ist.

00:42:15: an den letzten Brief den ich geschrieben habe Kann ich mich sehr wohl erinner.

00:42:18: Ja, das geht mir auch so und ich schreibe tatsächlich auch gelinglich noch Briefe.

00:42:22: Nicht sehr oft muss ich zugeben aber ich mache es wenn es eine besondere Situation ist oder auch eine handgeschriebene Karte zu einem besonderen Anlass oder so weil das auch ein Moment ist wo ich dann wirklich mir die Achtung Zeit nehme um mich zu fragen was möchte ich denn jetzt hier schreiben?

00:42:39: wie fühlt sich das gerade an?

00:42:41: Wie fühlt sie sich die Beziehung zu der Person an die Botschaft oder wofür möchte ich mich bedanken?

00:42:49: Oder was für ein Gefühl möcht ihr zum Ausdruck bringen.

00:42:52: Das ist ja nichts, was man zwischen Zähne putzen und rausrennen weiß also meistens bei mir es ist jedenfalls nicht so sondern wofil man mal einen Moment innehalten muss um das wirklich zu ergründen.

00:43:08: Ich glaube, diese Phasen werden halt wirklich kurz.

00:43:10: Und deshalb haben viele Menschen auch gar keine Zeit und Lust mehr ein Brief zu schreiben weil der Auffand ja nicht nur die Vorbereitung ist.

00:43:17: ich kann ja nicht irgendeinen Mist schreiben wie in einer E-Mail.

00:43:20: da kann ich viel Mist schreiben das fällt gar nicht auf weil wir so viele kriegen und versenden dass das Wortsinn sich versendet soll.

00:43:28: ich muss darüber nachdenken und es dauert ja dann auch den Brief möglicherweise gab per Hand zu schreiben.

00:43:32: und ich glaube das ist eine Situation in der wir stecken Definiert das ja ganz schön, wenn ich mich richtig erinnere dass diese Beschleunigung eine Mengenzunahme pro Zeiteinheit ist und da kann halt ganz viel zunehmen.

00:43:45: Ich kann mehr Schritte machen in derselben Zeit auch ne Beobachtung.

00:43:48: Ich habe das Kühe, ich gehe immer schneller als ich früher gegangen bin, ich kann möglicherweise mehr Kommunikation haben also mehr E-Mails.

00:43:54: Also es gibt ganz verschiedene Dimensionen wo unsere Gesellschaft sich beschleunigt aber sie beschleundet sich eigentlich auf allen Ebenen.

00:44:00: Mir hat man jemals erzählt die Menschen sogar schneller atmen als früher Echt?

00:44:04: Ja, dass das auch Folgen natürlich für den ganzen Organismus hat.

00:44:08: Und interessant ist was Rosa dann beschreibt.

00:44:11: er sagt eben uns fehlen die Freiräume.

00:44:14: das überrascht uns jetzt wenig Dinge mal zu durchdenken und wirklich zu handeln und das finde ich wirklich interessant definiert Handeln nämlich auf Situationen mit Urteiskraft zu reagieren.

00:44:28: und wenn wir es nicht tun Dann würden wir nur Achtung automatisch vollziehen.

00:44:34: Das ist ein sehr sperriger Begriff, der aber natürlich total toll beschreibt was da geschieht und das tun wir bei jeder Gelegenheit.

00:44:41: Wenn wir im Internet Dinge lesen zum Beispiel dann lesen wir etwas Algorithmen uns vorschlagen.

00:44:46: in vielen Fällen wenn wir auf Kommunikation reagieren dann reagieren wir auf Dinge die vor uns aufploppen und man ist den ganzen Tag ins Reaktionsmodus und hat diese Freiräume nicht mehr wirklich auf Situationen mit Urteilskraft zu reagieren.

00:45:01: Das fand ich wirklich eine wichtige

00:45:02: Beobachtung.".

00:45:19: um sein neues Buch vorzustellen.

00:45:20: und dann haben wir einen Moment geplaudert.

00:45:22: Und da hat er ein schönes Beispiel gegeben zu diesem Thema Spielraum, er hat nämlich gesagt wenn er als Professor in einem Kurs eine Aufgabe stellt und dann kriegt der eine Arbeit zurück von jemanden der super die Aufgabe gelöst hat aber eigentlich keine einzige neue Idee dabei hatte und er kriegt ne Arbeit wo jemand eigentlich komplett an der Aufgabe vorbei geschrieben hat aber eine großartige Idee hatte.

00:45:48: Spielraum im Sinne deines gerade genannten Urteilsvermögens bedeutet, dass er sagen kann ich gebe der zweiten Person trotzdem die beste Note weil die intellektuelle Leistung auch wenn sie nicht wirklich auf die Frage die ich gestellt habe ausgerichtet ist.

00:46:04: Die Intellektuelle Leistung ist so gut und die Argumentation in sich es so gut da sich das tue.

00:46:08: Das ist der Spielraum den wir hatten immer weniger haben.

00:46:13: Wenn du jetzt überlegst, dass wir dahin kommen, dass ja eine Zeit beginnen wird wo Aufgaben die wahrscheinlich durch KI kreiert sind.

00:46:21: Durch KI generierte Aufgabenlösungen beantwortet werden und dann die KI bewertet was die KI produziert hat Dann ist da kein Spielraum mehr.

00:46:33: dann hast du ein Raster, ein Fixes und daran muss man sich orientieren.

00:46:38: Und der Mensch ist eigentlich nur noch sowas wie das Supervisor von KI organisierter Leistungsevaluationen.

00:46:45: Ich fand es sehr gut.

00:46:46: Das ist ein sensationelles Beispiel weil das ganz viel auf den Punkt bringt was wir hier auch in den letzten Wochen diskutiert haben die Zukunft des Bildungssystems, die Zukunft auch der Arbeit tun.

00:46:58: In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass ich vor einiger Zeit mal eine Studie gelesen habe die gezeigt hat das der IQ ja über Jahrzehnte immer angestiegen ist.

00:47:08: an Beginn der Nuller Jahre.

00:47:10: seitdem stagniert

00:47:11: der IQ

00:47:12: und singt.

00:47:13: in einigen Regionen also in der Zeit in der sich das Internet verbreitet hat Smartphones gekommen sind singt der IQ.

00:47:20: es ist natürlich nicht belegt ob das in irgendeinem zusammenhang steht man weiß es nicht aber es ist interessante Koinzidenz in einer Zeit, die ja von einer exponentiellen Entwicklung geprägt ist.

00:47:33: Das ist ja die Kehrseite von dem was Rosa beschreibt.

00:47:37: Die Technologie entwickelt sich immer schneller und das hat nicht nur Auswirkungen auf unser Leben sondern das setzt ja das gesamte System indem wir uns bewegen unter Stress.

00:47:48: Schauen wir uns nun die künstliche Intelligenz an oder die Biotechnologie Beide ja sich gegenseitig bedingen, die sich dadurch exponentiell weiterentwickeln.

00:47:58: Nun haben wir es aber mit Organisationen zu tun, Gesetzgebung zum Beispiel oder Regulierer, die immer nur linear weiterentwicklen.

00:48:07: und die Gesellschaft jeder Mensch denkt linear.

00:48:10: Wir können nicht exponentiell denken.

00:48:11: Wir haben es also mit exponentiellen Technologien zu tun, die auf lineare Gesellschaften und Institutionen treffen.

00:48:20: Und das führt dazu dass dieses ganze System so unter Stress gerät.

00:48:23: Das setzt uns persönlich unter Stress, das setzt die gesamte Gesellschaft unter Stress und das fordert unsere Institution heraus wie nie zuvor.

00:48:32: Und dieses Spannungsfeld ist bisher noch nicht aufgelöst.

00:48:35: Ja und Hartmut Rosa hat das was du gerade beschrieben hast Eigentlich ja einem schönen Gesamtwerk aus den verschiedenen Perspektiven beleuchten.

00:48:43: Er hat erst das Buch über Beschleunigung geschrieben, wie wir eben diskutiert haben – alles wird immer schneller!

00:48:48: Ich schreibe jetzt also möglicherweise vierzig E-Mails statt einen Brief pro Tag.

00:48:54: dann in seinem Buch über Resonanz, wie das sozusagen damit zusammenbericht kollabiert.

00:49:01: Weil in dem Moment wo ich vierzig E-Mails oder auch hundert E-Mails schreibe habe ich gar keine Zeit mehr wirklich eine Resonance entstehen zu lassen, wie ich das eben am Briefbeispiel beschrieben habe.

00:49:11: und jetzt die Spielräume, die schrumpfen indem die E-mails, die ich alle schrei be, wahrscheinlich von KI entworfen sind und von der KI eines anderen oder einer anderen beantwortet werden.

00:49:22: Da ist da nicht mal mehr Ort und ich habe keinen Spielraum mehr damit umzugehen.

00:49:27: Und was man eigentlich daraus lesen kann, ist dass unsere Gesellschaft nicht nur durch Beschleunigung sondern eben auch durch die Reduzierung, was damit verbunden ist Resonanz- und Spielraum immer enger wird für uns.

00:49:38: Das ist glaube ich ein Stressgefühl, das jeden Einzelnen auf eine Art irgendwie unter Druck setzt weil man möchte es dann doch vielleicht anders haben.

00:49:46: also ich hätte es jedenfalls gerne anders manchmal.

00:49:49: Ich glaube, das ist einer der größten Herausforderungen Bildungsorganisation, weil wie sieht ein Lehrplan aus der junge Menschen auf genau das vorbereitet.

00:49:59: Sich diese Freiräume zu nehmen Dinge wirklich zu durchdenken Zu lernen kritisch zu denken Argumente abzuwägen sich mit gegenteiligen Positionen auseinanderzusetzen all das ist ja nun nicht Bestandteil unbedingt von Lehrplänen, genau das was du gerade beschrieben hast.

00:50:17: Wenn die geniale Idee formuliert wird sie aber nicht in den Plan passt dann werden natürlich die meisten Lehrerinnen und Lehrern eine schlechte Note vergeben müssen weil das System nun mal einfach so aufgesetzt ist.

00:50:29: ich würde

00:50:30: deswegen wirklich plädieren dass die Lehrplähne daraufhin komplett überarbeitet werden.

00:50:37: aus meiner Sicht braucht es erstens das ganze Thema mindfulness Meditation in den Schulen.

00:50:44: Das ist das wirksamste Instrument, um wirklich einmal die Zeit anzuhalten, den roten Stoppknopf zu drücken und sich auf den Moment zu konzentrieren – wirklich bei sich zu sein!

00:50:56: Das ist was die ganzen Technologien versuchen zu verhindern.

00:51:00: Medizierst

00:51:01: du?

00:51:02: Ich habe mich seit vielen Jahren damit beschäftigt ja ich mache das sogar sehr regelmäßig.

00:51:07: Ich bin da eher zufällig zugekommen Und wollte es zunächst auch gar nicht, habe ja vor vielen Jahren mal die Huffington Post in München aufgebaut.

00:51:17: Die Gründerin Ariana Huffington hat sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt und war im Grunde so das Posterchild für diese ganze Bewegung, Meinfulness in Unternehmen.

00:51:28: auch sehr, dass dann mit vielen CEOs auf der Bühne groß diskutiert... ...und weil sie nun mal meine Chefin war, hab ich mich schuldig angefangen damit zu beschäftigen!

00:51:39: Und das war damals eine sehr anstrengende Zeit.

00:51:42: Ein junges Team aufgebaut, es war alles nicht so einfach ein Online-Medium rund um die Uhr.

00:51:49: ich war junger Chefredakteur noch unerfahren bei der Führung mittelgroßer Teams.

00:51:54: und dann habe ich auf einmal gemerkt dass mir das wahnsinnig geholfen hat.

00:51:58: Die Atemtechniken, die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit immer wieder auf einen Punkt zurück zu bringen.

00:52:05: und deswegen bin ich einfach dabei geblieben Und ich glaube, dass ich die vergangenen zehn Jahre nicht so durchgestanden hätte ohne Meditation.

00:52:15: Interessant!

00:52:16: Okay...

00:52:16: Ich bin dann immer mal wieder auch in Aschraums gewesen, mal ein-zwei Tage ...die Technik verfeinert und ich mach's nicht jeden Tag aber sicher mehrfach pro Woche.

00:52:27: Heute Morgen zum Beispiel habe ich es gemacht.

00:52:29: So eine Atemtechnik-Routine für fünfundzwanzig Minuten und dann noch ne Viertelstunde meditiert.

00:52:35: Cool!

00:52:35: Deshalb bist du so ausgeglichen?

00:52:38: Sobald ich das wahrnehmen kann.

00:52:40: Was sind deine Strategien?

00:52:42: Ich habe auch Meditationen versucht, da hat es ganz gut geklappt.

00:52:47: Ansonsten habe ich oft gerade morgens so viel Alarm im Kopf, dass ich nicht richtig dahin komme.

00:52:54: Also super hat das bei mir bisher nicht geklappt.

00:52:58: Was ich aber kann und was ich relativ regelmäßig mache ist, ich kann sieben Minuten oder so schlafen Und das ist für mich wie ein Jungbrunnen.

00:53:08: Also ich merke es dann auch an den Werten, die hier der Ring, den ich trage aufzeichnet.

00:53:13: Bei mir fällt dann von Stress mein gesamter Körper in die totale Ruhe und da brauche ich wirklich fünf bis zehn Minuten... Das kannst du im Flieger, das kannst du in dem Zug,... ...das kann nicht sogar unterm Tisch im Büro.

00:53:24: Selbst das ist kein Problem manchmal.

00:53:28: Wann hast du das letzte Mal unter dem Tisch im Büro geschlafen?

00:53:30: Ich

00:53:30: würde sagen, das ist jetzt wahrscheinlich so sechs Wochen her.

00:53:33: Es ist doch nicht alles schlecht wenn Unternehmerinnen in Deutschland immer noch unterm Tisch im Büro schlafen!

00:53:40: Sieben Minuten Sebastian von vermutlich einem vierzehn Stunden Tag Das ist meine Herangehensweise.

00:53:47: Schlafen sowieso ist extrem hilfreich, aber ich kann das wirklich auch ganz spontan fast überall und das hilft mir sehr den Stress zu reduzieren und einen neuen Schwung und eine neue Energie zu kriegen.

00:53:58: Wenn

00:53:58: du noch mal Meditationen versuchst?

00:53:59: Ich bin eingestiegen mit dieser App Headspace.

00:54:03: Mittlerweile bin ich umgestiegen auf einer anderen, die heißt Satva von diesem Yoga-Lehrer und Yogi, von dem ich die Atemtechnik gelernt habe entwickelt worden wird weltweit genutzt von vielen, vielen Zehntausenden Menschen.

00:54:17: Und mein Gefühl war dass diese Apps einen sehr, sehr gut an das Meditieren ranbringen und dass es wirklich eine Bereicherung im Leben sein kann und sieben Minuten reichen!

00:54:27: Das gucke ich mir an!

00:54:32: Bevor wir jetzt eine gemeinsame Gruppenmeditation hier machen sind wir auch schon fast wieder am Ende.

00:54:37: deswegen müssen wir aus dieser meditativen Stimmung kurz rauskommen.

00:54:40: Miriam was hat dich diese Woche aufgeregt?

00:54:42: Etwas was aber zu dem Thema Meditation und zum Thema, was machen wir eigentlich?

00:54:47: Wie schnell in welcher Zeit passt, worüber wir gerade geredet haben.

00:54:52: Das Thema das falsche Anreize zu falschen Verhaltensweisen führen.

00:54:55: Und das Beispiel, was mich aufgeregt hat ist Amazon.

00:54:58: Die haben nicht ein internes KI-Tool entwickelt, d.h.

00:55:02: Meshclaw, das sind so diese Agentensysteme die jetzt alle irgendwie machen.

00:55:06: und die Nutzung dieses Tools zeigt ein ganz bemerkenswertes Paradox wie KI-Transformationen nicht funktionieren sollte.

00:55:16: es ist nämlich so dass nicht die Produktivität der Mitarbeitenden optimiert wird sondern die Sichtbarkeit von Produkten.

00:55:22: Was ich damit meine ist, die Mitarbeitenden bei Amazon automatisieren jetzt unnötige Aufgaben um mehr Nutzung des KI Tools zu zeigen.

00:55:32: Damit sie auf dem internen Leaderboard besser darstellen und für Beförderungen geeignet betrachtet werden.

00:55:41: Und das ist halt ein klassischer Fall von absoluter schlechter Inzentivierung, du incentivierst die Messbarkeit und nicht die eigentliche Leistung.

00:55:49: Das ist eine reine symbolische Technologieadoption.

00:55:52: es hat nichts mit Transformation zu tun und da habe ich gedacht dass es wirklich bescheuert.

00:55:56: Das

00:55:56: erinnert mich an eine Geschichte die vor einiger Zeit aus einem deutschen Konzern gehört hab.

00:56:02: Das war so die zeit als alle anfingen Teams zu nutzen also weiß ich nicht, zwanzig-zwanzig.

00:56:09: Und da hörte ich von jemandem der ein kleines Plug in für den Browser geschrieben hat, der nach... Ich weiß gar nicht wie langer Zeit immer eine kurze Mausbewegung macht damit Teams die Nutzerin oder den Nutzer als beschäftigt erkennt und das kleine Symbol auf Grün belässt weil wenn man inaktiv ist wird es irgendwann gelb und dann könnte der Chef oder die Chefin ja denken dass man im Homeoffice gerade Wäsche aufhängt.

00:56:36: Was natürlich niemand tut und deswegen

00:56:38: sagt

00:56:39: das so viel

00:56:39: aus, würde sagen dass derjenige gerade in einer Resonanzphase ist und sich erlaubt über etwas nachzudenken was ja gelinglich hilfreich sein kann wenn man produktiv sein will.

00:56:50: Das

00:56:50: hat dich denn aufgeregt diese Woche Sebastian?

00:56:52: Wir

00:56:53: können ja leider nicht über den Besuch von Donald Trump bei Präsident Xi in China reden.

00:56:58: Ich würde aber gerne darüber reden, es macht nur keinen Sinn weil er ja gerade erst unterwegs ist und wir nicht wissen was rauskommt!

00:57:04: Wir wissen aber eine Sache die nicht dabei raus kommt und das regt mich auf denn beim Thema KI-Regulierung kommt zwischen den beiden nichts voran.

00:57:14: Das ist eher so ne Art klassisches Chicken Game.

00:57:16: wie erinnern uns an die Spieltheorie letzte Woche?

00:57:20: beide wissen dass ihnen die KI-Entwicklung ohne Leitplanken wie eine digitale Atombombe um die Ohren fliegen könnte, aber keiner will als erster vom Gas gehen.

00:57:30: Beide entwickeln in einer unglaublichen Geschwindigkeit weiter.

00:57:33: dann habe ich diese Woche ein Artikel im Economist gelesen und darin wird beschrieben das auf Arbeitsebene und der Ebene der Wirtschaft längst Verbindungen zwischen China und den USA existieren ganz geheime Gespräche stattfinden, in denen die Vertreterinnen und Vertretern immer wieder sehr deutlich sagen es muss zu dieser Regulierung kommen.

00:57:56: Wir müssen einen Weg finden diese Technik sicher weiterzuentwickeln.

00:58:02: Definitiv ja das brauchen wir unbedingt und ich fürchte auch bei diesem Gipfel wird's nichts werden.

00:58:08: was macht ihr Hoffnung Miriam?

00:58:11: Ich habe eine ganz süße Geschichte gelesen über den Papst die mich irgendwie hoffnungsvoll bestimmt hat und die außerdem auch sehr lustig ist.

00:58:19: Der Papst hat kurz nachdem wir zum Papst ernannt worden ist, Papst Leo aus der Vatikanstadt bei seiner Bank zu Hause in den USA angerufen und hat gesagt ich bin Robert Privoost und ich würde gerne für mein Bankkonto die Telefonnummer und die Adresse ändern.

00:58:36: Und dann konnte er auch alle Sicherheitsfragen beantworten und das war alles korrekt.

00:58:40: Dann hat die Bank mit Arbeit drin gesagt, dass reicht leider nicht aus.

00:58:43: Er müsse persönlich in die Filiale kommen.

00:58:45: Und dann hat der Papst gesagt, hm, es wird ehrlich gesagt schwierig mit wachsender Frustration weil da auch kein Verhandlungsspielraum war.

00:58:54: Ich habe ihm doch alle Sicherheilsmerkmale gegeben.

00:58:56: Warum geht's denn jetzt nicht?

00:58:57: Und hat dann sozusagen geletzte Karte gezogen und hat gesagt würde ich für Sie einen Unterschied machen wenn ich Ihnen sage, dass ich Papst Leo bin?

00:59:05: und daraufhin hat die Bankmitarbeiterin aufgelegt.

00:59:08: Und ich fand diese Geschichte.

00:59:10: Es könnte ein deutsches Einwohner-Meldeeamt sein?

00:59:12: Genau,

00:59:13: richtig!

00:59:13: Ich fand die Geschichte deshalb so sweet weil nicht der Papst jetzt sein konnte und nicht aktualisieren konnte sondern weil es ja den schönen Satz gibt vor Gott sind alle Menschen gleich und ich dachte dann vor dem deutschen Einwohner-Meldeamt und der amerikanischen Finanzbürokratie auch.

00:59:30: also der Papster muss jetzt weiß ich nicht.

00:59:32: irgendwie werden sie wahrscheinlich lösen er wird nicht dahin reißen aber das war irgendwie eine süße

00:59:37: starke Geschichte.

00:59:39: Was hat dir Hoffnung gegeben?

00:59:40: Du

00:59:40: bist Schwester, oder?

00:59:41: Ja eine Schwester.

00:59:43: Jünger oder älter?

00:59:45: Dann habe ich eine gute Nachricht für deine Schwester.

00:59:47: erstgeborene erzielen in Studien oft bessere kognitive Ergebnisse und spätere Einkommen.

00:59:53: was primär auf zwei Faktoren zurückzuführen ist haben jetzt neue Studien ergeben.

01:00:00: Erstens älterliche Ressourcen, also sie kümmern sich mehr um die erst geborenen.

01:00:05: Kind ist neu ja man macht sich vielleicht mehr Sorgen und so weiter.

01:00:08: Und Gesundheit!

01:00:10: Während das erste Kind in den entscheidenden frühen Jahren die ungeteilte Aufmerksamkeit und Förderung der Eltern genießt über Smartphones könnte man nochmal diskutieren aber es gibt kein anderes Geschwisterkind müssen sich spätere Geschwisters diese Zeit teilen?

01:00:26: So, und jetzt kommt neue Forschung hinzu.

01:00:28: Die zeigt das jüngere Geschwister im Säuglingsalter häufiger durch Infekte belastet werden was wahrscheinlich die älteren dann nach Hause schleppen, die dann die Kleineren anstecken.

01:00:39: Und diese frühen Immunreaktionen können Energie von der Hirnentwicklung abziehen und so den leichten statistischen Vorsprung der Erstgeborenen bei Intelligenztests erklären.

01:00:51: Schau mal an, ich hab mit meiner Schwester nie einen gemeinsamen Intelligenz-Test gemacht.

01:00:55: Deshalb kann ich das jetzt empirisch nicht bestätigen.

01:01:00: Meine Schwester ist fast zehn Jahre älter als ich und wir verstehen uns super!

01:01:03: Wir sehen uns auch regelmäßig und sie lebt ja hier in der Nähe von Düsseldorf.

01:01:07: aber dadurch... Habe ich auf das Gefühl gehabt, dass ich eigentlich fast nach ein paar Jahren wie ein Einzelkind groß geworden bin?

01:01:15: Was sich schade fand.

01:01:15: Ich hätte es ganz gern anders gehabt aber ließ halt zum Studieren dann weggegangen und dann hing ich da alleine und musste quasi alles wieder neu durchkämpfen.

01:01:23: so war mein Gefühl.

01:01:24: Ich weiß nicht ob das einen Unterschied macht

01:01:26: Aber ich frage mich wie unfassbar schlau muss deine Schwester sein wenn du schon so klug bist?

01:01:31: Die ist

01:01:32: ja schlauch!

01:01:33: Ich kann euch mal vorstellen Dann kannst du dir einen eigenen Eindruck machen.

01:01:38: Ich bin wahrscheinlich das lebende Gegenbeispiel, weil ich bin der Älteste.

01:01:41: Wie viele Geschüsse hast

01:01:42: du?

01:01:42: Ich habe zwei mit diesen beiden Jüngern und sind beide in so vielen Bereichen klüger und besser und vernünftiger als ich.

01:01:49: Das einzige womit ich sie immer outperformt hatte war dass ich die größere Klappe hatte Und das war ja offensichtlich nicht Teil dieser Studie.

01:01:57: Das vermute ich nicht aber damit kommt man auch im Leben weit.

01:02:02: Mal sehen wie weit.

01:02:04: Das war's für diese Woche, wir haben unsere Credentials und die liest in dieser Woche Marlena

01:02:12: Wahlberg.

01:02:16: Vielen Dank auch an das Handelsbad-Podcastteam, dass diese Aufnahme betreut hat und ein Migo Fecke für die Postproduktion.

01:02:35: Ein Dank geht auch an Jan Lutz für die redaktionelle Unterstützung – und dann Harbert Hünger, der für Schnitt und Video verantwortlich ist!

01:02:41: Bis den nächsten Freitag wieder für euch da mit einer neuen Episode zu den wichtigsten Themen aus Wirtschafts-, Technologie- und Politik.

01:02:48: Macht's gut!

01:02:49: Ja vielen Dank Marlena, vielen Dank dir Miriam.

01:02:51: ich bin gespannt wie es weitergeht in China was uns ansonsten noch überrascht in den nächsten Stunden und Tagen.

01:02:58: Das wünsche ich dir auch.

01:02:59: Tschüss!

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